72. Warnemünder Woche

Dienstag,15 September 2009

72. Warnemünder Woche

"Heißer" Start der Festwoche im Ostseebad Warnemünde: Am ersten Tag der WARNEMÜNDER WOCHE strömten 180 000 Besucher bei schönstem Sonnenschein in den Küstenort, um Ümgang, Waschzuberrennen und die Segelregatten auf dem Wasser hautnah zu verfolgen. Für die Segler ging es allerdings mit Verzögerung aufs Wasser: Der Wind blieb aus und machte nur wenige Wettfahrten möglich. Es war der längste Zug der Geschichte und auch einer der buntesten: Mit 3000 Beteiligten und 1,8 km Länge riss der "Niege Ümgang" die über 43 000 Besucher mit und sorgte für Karnevalsstimmung an der Küste. "Wer segeln, feiern und viel erleben will, ist bei der Warnemünder Woche richtig", sagte der Minister für Verkehr, Bau und Landesentwicklung, Volker Schlotmann, bei der Eröffnung der 72. WARNEMÜNDER WOCHE. Über die abwechslungsreiche und spritzige Eröffnungsfeier auf der Bühne freute sich auch Ingeborg Regenthal vom Warnemünde Verein: "Es lief alles total entspannt ab und die Eröffnung am Leuchtturm kam sehr gut an", freute sich die Organisatorin. Entspannen konnten sich zunächst auch die rund 700 Segler, die am ersten Wochenende und zum Auftakt der WARNEMÜNDER WOCHE starten: Wegen des flauen Windes mussten sie ihren Einsatz auf dem Wasser um gut zwei Stunden verschieben und kamen erst gegen Mittag auf die Bahnen. Bei den Internationalen Deutschen Meisterschaften der RS:X Neil Pryde führt Toni Wilhelm (Kiel) nach zwei Wettfahrten, Kieler Woche Siegerin Moana Delle (Kiel) liegt als beste Frau auf Rang 4. Bei der Internationalen Deutschen Meisterschaft der Raceboards führt mit zwei Tagessiegen der Slovake Patrik Pollak vor dem Japaner Kazumasa Sugiura. Bester Deutscher nach zwei Wettfahrten ist der mehrfache und amtierende Deutsche Meister Martin Moritz aus Linsengericht. Das erste Rennen der hanseboot Open Offshore, die Kurzstreckenwettfahrt vor Travemünde, startete wie geplant um 14 Uhr. Morgen werden die fünf teilnehmenden Schiffe zur Mittelstecke über 60 Seemeilen von Travemünde nach Warnemünde unterwegs sein. Die 43 teilnehmenden Yachten des Kühlungsborn Cup kommen dann ebenfalls zurück nach Warnemünde. Sie hatten heute einen langen Tag auf See, da sie bereits um 10 Uhr gestartet sind. Mit besonders schwierigen Wetterbedingungen hatten die Segler auf Bahn Bravo zu kämpfen: Drehende Winde und Seenebel erschwerten hier der Wettfahrtleitung das Auslegen des Regattakurses. Über ideales Waschzuberwetter freute man sich hingegen am südlichen Ende des Alten Stroms: "Die Massen sind direkt bei uns stehen geblieben, es hat richtig Spaß gemacht", fasst Veranstalter Steffen Ohm das Rennen der 13 Waschzuber zusammen. Über ein Essen bei GOSCH und den ersten Platz freute sich der "Märchenzuber" von Reaktor Merseburg.

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